Integriertes Energie-und Klimakonzeptfür die Region Untermain

Zitiert aus der Einleitung

Die Region Bayerischer Untermain, bestehend aus der kreisfreien Stadt Aschaffenburg und den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Energieversorgung der Region nachhaltig zu gestalten. Ziel ist es, die zukünftige Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen, ressourcenschonend und umweltverträglich zu gewährleisten und dem Klimaschutz Rechnung zu tragen. Um die Energiewende in der Region aktiv zu gestalten, wurde ein integriertes Energie- und Klimakonzept für den Bayerischen Untermain erarbeitet. Daraus gehen Ausgangssituation, Ziele und Handlungsoptionen hervor. Seit Januar 2011 war die B.A.U.M. Consult GmbH mit der Erstellung des integrierten Energie- und Klimakonzeptes (IKK) für die Region Bayerischer Untermain betraut.

Die Erstellung des Konzeptes erfordert mehrere Schritte. Zuerst wird eine Bestandsaufnahme vorgenommen und eine fortschreibbare Energie- und CO2 Bilanz erstellt. Hier werden Grunddaten und Verbräuche der Sektoren öffentliche Verwaltung, Haushalte, Wirtschaft und Verkehr aufgenommen sowie die Emissionen in den Sektoren bestimmt. Dabei wird auch auf den bestehenden Energiemix und den Anteil der erneuerbaren Energien eingegangen. Als nächstes werden die noch ungenutzten Potenziale zum Einsatz erneuerbarer Energien, zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz ermittelt. Für die Analysephase findet die Betrachtung der Datenlage zunächst auf Ebene der drei Gebietskörperschaften (Landkreis Aschaffenburg, Landkreis Miltenberg, Stadt Aschaffenburg) statt, um regionalspezifische Unterschiede genauer zuordnen zu können.

Aus der Analyse können Handlungsoptionen und Ziele für die Region abgeleitet werden. Um Handlungsoptionen zu verdeutlichen und damit einen Entwicklungspfad von der heutigen Energiesituation zu dem angestrebten künftigen Sollzustand aufzuzeigen, werden Szenarien für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 erstellt. Im Rahmen eines Rückkopplungsprozesses (Auftaktveranstaltung, thematische Foren, begleitende Treffen der Organisationsgruppe, Einzelgespräche, Abschlussveranstaltung) werden Experten der Region in die Entwicklung des Konzeptes einbezogen, Ziele, Handlungsoptionen und Maßnahmen auf Regionsebene Bayerischer Untermain aggregiert und die Strukturen und Maßnahmen für die Bewältigung der Energiewende auf ein breites Fundament gestellt.

Auf der Grundlage der Energie- und CO2 Bilanz, der Potenzialbetrachtung, der Ziele und Beteiligung der Akteure wird ein Maßnahmenkatalog erstellt. Die Maßnahmen werden priorisiert und mit einer Betrachtung der Kosten, des Emissionsminderungspotenzials und der regionalen Wertschöpfung hinterlegt.

Mit Hilfe eines Konzeptes für die Öffentlichkeitsarbeit wird aufgezeigt, wie das integrierte Klimakonzept der Öffentlichkeit nahe gebracht werden kann und wie die Bürgerinnen und Bürger in die Umsetzung des Konzeptes einbezogen werden können. Um eine nachhaltige Verankerung zu gewährleisten, wird darüber hinaus ein Controlling-Instrument erarbeitet. Mit dem Controlling Instrument kann der Reifegrad der Umsetzung des Klimakonzeptes überprüft und gegebenenfalls korrigierend eingelenkt werden.


Hier der Link zur kompletten Studie (170 Seiten - PDF) :

Hrsg: B.A.U.M. Consult / Landratsamt Aschaffenburg / Landratsamt Miltenberg / Stadt Aschaffenburg; 2011